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Je chante

Filmausschnitt

 

Fotos:

Filmstill

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Setfoto

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Alexander Dydyna

 

 

Drehbuch Luisa Strömert:

PDF-Dokument Transkription

 

Je chante

von Alexander Dydyna

2005, 6:30 min, DV, Kurzfilm

Inhalt

Lily ist Anfang zwanzig und an einem Punkt angekommen, an dem sie sich entscheiden muss. Was will sie wirklich? Zu wem gehört sie? Und wohin geht ihre ganz eigene Reise? Lily spielt die verschiedenen Möglichkeiten, die sich ihr eröffnen, durch und versucht sich so dem anzunähern, das bleibt, um die Träume mit ihrem Leben in Einklang zu bringen.

Produktionsdaten

Drehbuch: Luisa Strömert
Regie: Alexander Dydyna
Kamera: Alexander Dydyna und Oliver Sauerland
Schnitt: Alexander Dydyna
Ton: Matthias Gauerke, Oliver Sauerland
Produktion: Luisa Strömert und Alexander Dydyna

Produktionsbesonderheiten

"Je chante" ist ein absolutes Rock’n’Roll Projekt gewesen und wurde auch von uns als dieses angegangen. Wir haben wirklich mit einem wahnsinnig kleinen Team gedreht. Oft waren nur die Darstellerin Luisa und ich unterwegs. Doch wir wussten immer, wo das Ganze enden wird, denn der Text stand schon. Sie hatte ihn eigentlich als Eröffnungstext für ein Bühnenstück geschrieben. Doch sie war mit der fertigen Umsetzung im Theater so unzufrieden, dass sie unbedingt einen Film daraus machen wollte. Zuerst waren wir uns nicht sicher wie. Erst dachten wir, wir drehen alles in einem Zimmer, und sie sagt quasi den Text auf, bis sich das Ganze weiterentwickelt hat.

Als ganz großen Tipp kann ich bei so einer Herangehensweise nur sagen, traut euch alles, springt über euren eigenen Schatten und deckt viel ab. Denn hinterher am Schnitt und als das Voice-Over eingesprochen wurden, waren wir zum Teil glücklich, für einige Passagen mehr gedrehtes Material zu haben, manchmal am verzweifeln, weil wir Lieblingsmomente einfach nicht mehr hinein bekommen haben und am ausrasten, weil wir doch dieses oder jenes vergessen hatten. Und, wenn ihr so eine freie Form wählt, in der die Geschichte, bzw. der Text im Vordergrund steht und ihr einfach raus geht, um zu drehen, dreht nicht in der Bluebox oder im Greenscreen. Das passt nicht zum Rest, was eigentlich klar ist. Diese Erfahrung mussten wir dann aber doch noch machen, um es wirklich zu glauben.

Sonst haben wir alles mit einer kleinen Kamera frei Hand gefilmt. Dafür haben wir im No Budget Gedanken improvisiert und an diese MiniDV einen alten Spiegelreflex-Kamera Griff montiert, damit das Bild zwar leicht unruhig wirkt, aber immer noch stabil genug ist, gerade wenn man geht etc. oder kleinere Fahrten aus der Hand macht.

Von urheberechtlich geschützter Musik würde ich auch die Finger von lassen. Diese Lektion muss wohl aber auch jeder für sich lernen…

Biographie

Mein Werdegang war ruhig, bis ich mir in den Kopf gesetzt hatte, Filme zu machen. Und zwar so richtig. Nach dem Abi habe ich aber erst mal am Schauspielhaus in Hannover geschauspielert und erste kleinere Filme gemacht. "Je Chante" ist einer davon. Dann kamen einige Praktika in ganz Deutschland dazu, ein paar Filme und Festivals mehr, bis ich schließlich nach Berlin ging. Hier angekommen habe ich es erst an einer Filmhochschule probiert, bis ich nach zwei Monaten gemerkt habe, dass dort zwar viel geredet wird, wirklich wahnsinnig viel, aber im Gegenzug auch wahnsinnig wenig gemacht. So bin ich bei der Senator Film Produktion gelandet, wo ich auch immer noch bin. Kleinere Filme mache ich immer noch, wenn es die Zeit erlaubt. Ich bin derzeit aber hauptsächlich als Autor tätig…

Filmographie

2003:

2004:

2005:

2006:

2007:

2008:

Festivals und Preise

2005:

2006:

Sonstige Anmerkungen

Wir haben "Je chante" mit einfachen Mitteln realisierbar gehalten und trotzdem versucht, keine Kompromisse einzugehen. Mit viel Erfindungsgeist und Überredungskünsten haben wir alle Beteiligten im privaten Umfeld gefunden oder durch berufliche Kontakte überzeugen können. So waren die Produktionsbedingungen zwar immer zeitlich begrenzt, die Realisierung jedoch kostengünstig zu bewerkstelligen. Die Verwertung geschah in Eigenregie und sah die Teilnahme an verschiedenen Filmfestivals vor.