GeradeRaus 2008 Bundesverband Jugend und Film e.V. Junge Filmszene im BJF
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Videogeschichten - Drehbuchschreiben mit Jugendlichen

Videogeschichten:

Was steckt dahinter?
Sprüchesalat
Die Kettengeschichte
Die Zeitungsannonce
Der Wunderkarton
Das Spiel der Elemente
Der Fotoroman
Erinnerungen
Vom Bild zur Figurenskizze
Privatdetektiv
Fantasiefiguren
Spielzeugwelt
Fundsachen

Vom Bild zur Figurenskizze

Zielgruppe: Jugendliche, Erwachsene

Zielsetzung: Themenfindung/Stoffentwicklung anhand fiktiver Figurenskizzen

Beschreibung: Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer sucht sich aus vorgegebenen Personenbildern (Fotos, Filmbilder, Werbung, Comics...) eins heraus, und erstellt dazu eine schriftliche Figurenbeschreibung. Hierzu werden stichwortartige Kriterien angegeben, die für die Skizze berücksichtigt werden sollen: z.B. äußere Erscheinung, Alter, Biografie, berufliches und privates Umfeld, aktuelle emotionale Dispositionen. Je nach Zeitbudget und Gruppen-Zusammensetzung kann diese Phase 10 Minuten bis ca. 45 Minuten dauern. Im Anschluss trifft sich die Gesamtgruppe und stellt gegenseitig die erarbeiteten Figurenskizzen vor. Dies wird im weiteren Verlauf der Gruppenarbeit als Ausgang für die Erstellung der Personenkonstellation einer Geschichte genommen.

Variationen:

1. Nicht ein einzelnes Gruppenmitglied, sondern je zwei oder drei Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten ein Personenbild. Der Zeitrahmen hierfür muss eher größer sein als oben angegeben.

2. Nach der Vorstellung der Figurenskizzen in der Gesamtgruppe werden je zwei Figuren zusammengeführt: Die neue Arbeitsgruppe entwickelt eine kurze Handlung, die sich aus der Begegnung der beiden Charaktere ergeben könnte.

3. Die Personenbilder werden an je eine Gruppe von zwei oder drei Teilnehmerinnen und Teilnehmern verteilt, die in sehr kurzer Zeit (max. 10 Minuten) die grundlegenden Merkmale einer Figur festlegen. Im Rotationsverfahren werden diese Skizzen zwei- oder dreimal weitergereicht und jeweils nach vorgegebenen Arbeitsanweisungen fortgeführt. Auf diese Weise können differenziertere und farbigere Charaktere als Produkt der Gesamtgruppe entstehen.

Methodisch-didaktische Anmerkungen: Mit diesem Verfahren wird eine Figuren orientierte Geschichten- und Drehbuchentwicklung initiiert. Durch die Auswahl, Anzahl und Vielfältigkeit der vorgegebenen Personenbilder hat die Gruppenleiterin oder der Gruppenleiter weit reichende Möglichkeiten, den Prozess der Ideensammlung zu steuern: Einerseits kann eine Zuspitzung auf einen Personentyp und die damit zusammenhängenden Themen forciert werden, andererseits kann eher freies Assoziieren der Gruppe gefördert werden.

 

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