GeradeRaus 2008 Bundesverband Jugend und Film e.V. Junge Filmszene im BJF
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Ausgetrixt – die Trickfilmschule

 

 

 

 

 

 

 

Exposé

Beispiel aus "Zwischen den Zeilen":

Exposé - Beispiel

 

 

Drehbuch

Beispiel aus "Zwischen den Zeilen":

Drehbuch - Beispiel

 

 

 

Storyboarding

Bildbeispiele:

Der Schaffner, Making of

Making Of

Making Of
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Vergleich Storyboard – fertiger Film
Graphit auf Leinwand
Vergleich Storyboard – fertiger Film

 

 

Vergleich Story "Zwischen den Zeilen" (pdf)

PDF-Datei - Zwischen den Zeilen

 

 

Vergleich Story "Zwischen den Zeilen" (Filmausschnitt)

Vergleich Zwischen den Zeilen

 

Scripting und Storyboarding

Was soll passieren? Wer oder was spielt die Hauptrolle? Was brauche ich alles dafür? Wie fängt die Geschichte an? Wo hört sie auf?

Fragen über Fragen, aber mit ein wenig Fantasie kann man diese in wenigen Schritten beantworten und eine kleine Idee zu einem richtigen Film werden lassen. Am Anfang solltest du darauf achten, nicht zu viel zu wollen. Plane erst einmal einen Kurzfilm. Am besten spielt dieser aus nur einem Ort und benötigt nur einen oder einige wenige einfache Charaktere. Die Geschichte sollte für den Anfang nicht zu detailliert sein. Schau dich um und du wirst feststellen, dass ganz normale Alltagssituationen oft guten Stoff für deinen Film liefern. Je einfacher desto besser.

Nutze die Gelegenheit, die dir die Kamera als Gestaltungsmittel liefert. So kannst du dich in das Thema einfinden und dann Schritt für Schritt auch größere Projekte in Angriff nehmen. Hierzu im folgenden einige Schritte im Detail.

Eine spielerische Hilfe zur Ideenfindung findest du im Bereich "Ideenfindung für den Film".

Man spricht in der Planungsphase auch vom Scripting und Storyboarding, was sich wiederum in verschiedene Schritte unterteilt. Das fängt bei der Idee, dem Exposé an und hört bei einer skizzierten Bildfolge, dem Storyboard, auf. Diese Schritte helfen dir, deine Einstellungen, Bilder und Szenen zu planen.

Exposé

Am Anfang eines jeden Films steht die Idee zu einer Geschichte. Dies gilt natürlich auch für den Animationsfilm. Das Exposé (in erzählender, geschriebener Form) ist die Basis deines Films. Im Exposé werden Charaktere, Orte, Zeit und Handlung kurz vorgestellt.

Auch der für den Film wichtige Spannungsbogen muss im Exposé deutlich erkennbar sein. Der Spannungsbogen beschreibt den Weg, wie du den Zuschauer an deinen Film fesseln möchtest. Wo spannst du den Betrachter auf die Folter und machst ihn neugierig auf den Ausgang einer Szene, und wo erlöst du den Zuschauer von der Spannung? Der Moment der Spannung kann ruhig öfter geplant werden. Alfred Hitchcock war ein Meister dieses Faches. Seine Art Spannung aufzubauen und eine Szene in Bilder aufzulösen ist einmalig. Er zeigt oft sehr wenig in seinen Bildern und regt so die Fantasie des Betrachters an, die Bilder zu ergänzen. Auch im Animationsfilm kann man dieses Prinzip verwenden.

Am Ende sollte es eine Geschichte sein, die logisch ist und einen guten Schluss findet. Viele Filme haben ein so genanntes "Happy End". Also ein glückliches Ende. Das heißt, du kannst deinen Film etwas trauriger anfangen lassen und am Ende ist dann alles wieder gut. Genau das soll dir das Exposé veranschaulichen, um die einzelnen Szenen besser planen zu können. Rechts findest du einige Beispiele und Hilfen zum Thema Exposé.

Online Tipp:

Movie-college.de: Exposé schreiben

 

Drehbuch

Das Drehbuch teilt dein Exposé in einzelne Szenen ein und gibt obendrein erläuternde Hinweise zu Licht, Kameraposition, Atmosphäre und Abläufe der Szene an. Solltest du deine Hauptdarsteller sprechen lassen wollen, dann werden die Dialoge auch hier festgehalten. Mit Hilfe dieses "Plans" lassen sich die Dreharbeiten und die Beschaffenheit des Drehortes prima einschätzen und vor allem planen.

Du wirst feststellen, dass Ort und Kamerapositionen verschiedener Szenen an unterschiedlichen Stellen im Drehbuch gleich sind. Im Idealfall planst du verschiedene Szenen mit gleicher Einstellung nacheinander zu drehen, ohne dass sie im Film nachher zusammen zu sehen sind. Dies erspart die Arbeit des Wiederherstellens der Aufbauten, wie auch das mühsame Wiederfinden der richtigen Kameraeinstellungen/-Positionen und so weiter. Wenn du dich mit kleinen Verbesserungen und Kompromissen an diesen Plan hältst, kannst du schnell und effektiv deinen Film fertig stellen.

Wenn du dir nicht sicher bist, lass andere Leute dein Drehbuch oder Exposé lesen und frag sie, ob sie es verstanden haben. Das kann dir manchmal helfen, etwas inhaltlich zu verbessern. Denk dir mal eine Geschichte aus, die du gerne erzählen möchtest und versuche, sie in Gedanken als Animationsfilm umzusetzen. Frag im Anschluss jemanden, wie er sie findet. Und vielleicht wird das bald dein großer erster eigener Film!

Und wenn dir gerade nichts einfällt, kannst du auch die Praxistipps zur Ideenfindung nutzen. Als kleinen Denkanstoß kannst du dir das Beispiel rechts oder die Online-Tipps zu Hilfe nehmen.

Online Tipps:

Movie-college.de: Ideen sammeln für das Drehbuch

Movie-college.de: Drehbuch schreiben

Movie-college.de: Wie sieht ein Drehbuch aus?

 

Storyboarding

Nach soviel Vorarbeit kennst du deine geplante Geschichte sicher schon auswendig. Aber wie war das noch mit der einen Szene? Wie sollte die ausschauen? Passen die Bilder in meinem Kopf überhaupt zueinander? Wie vermeide ich Anschlussfehler? Woher kommt das Licht? Genau diese Fragen klären sich, wenn du vor dem Dreh dein Drehbuch noch mal in Form von Skizzen darstellst - ähnlich einem Comic oder einem Bilderbuch.

Das Storyboard ist also das Bilderbuch zum Film. In ihm sind alle Szenen des Films in chronologischer Reihenfolge abgebildet. Die Bilder geben den Eindruck des Bühnenbildes und der Charaktere wieder. Zudem gibt das Storyboard die vorher geplanten Kameraeinstellungen in Bildern wieder. Man erhält somit einen vorläufigen optischen Eindruck der Handlung. Auch Ideen zum Ton kannst du hier schon vermerken, wenn du magst.

Nicht immer stimmen Storyboard und Film vollkommen überein. Szenen fehlen oder kommen hinzu oder werden aus einer anderen Perspektive dargestellt. Das gehört dazu, denn das Storyboard ist eine Hilfe, ein Leitfaden und nicht verbindlich! Dies kann man auch im Beispiel rechts sehen.

Jetzt geht es auch schon fast los mit deiner Produktion.

Online Tipps:

Mediamanual.at: Vorlage Storyboard (pdf)

Mediamanual.at: Hilfestellung zum Storyboard

Movie-college.de: Tipps und Tricks zum Storyboard

Kika.de: Storyboard für Kinder

Movie-college.de: Allgemeines über Anschlussfehler

 

 

Wie du bereits festgestellt hast, ist es mit einfachen Mitteln möglich, kleine Animationsfilme zu gestalten. Nach oben sind wie üblich keine Grenzen gesetzt. Mittels verschiedener Kamerafunktionen, Lichtstimmungen, Bühnendekorationen und Computerprogramme lassen sich professionelle Bildwelten schaffen. Dies hängt natürlich immer stark mit der vorhandenen technischen Ausrüstung zusammen.

 

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