GeradeRaus 2008 Bundesverband Jugend und Film e.V. Junge Filmszene im BJF
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Ausgetrixt – die Trickfilmschule

 

Technik

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die "dritte Hand":

Tipps - Dritte Hand

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Animation in Ebenen:

Animation: Ebenen

 

Schaubild Ebenen 1

 

Schaubild Ebenen 2

 

Technik

Tipps und Tricks / Hilfe zum Animationsfilm

Wie lange braucht eine Figur für das Abschreiten eines gewissen Abstandes? Wie verhält Sie sich dabei?
Nimm eine Stoppuhr und messe die Zeit einer Bewegung und berechne die Bewegungsphasen mit Hilfe der Faustregel (25 frs./sek.). Nimm eine Videokamera und filme dich selbst und schaue dir das Ergebnis (gegebenenfalls in Zeitlupe oder in Einzelbildern) an. Suche dir auch geeignete Körperhaltungen aus, die der Bewegung ihren typischen Charakter verleihen können und "übertrage” diese auf dein Modell. Um eine flüssige Bewegung zu animieren, solltest du pro Sekunde mindestens 12 Bilder einplanen. Das ist eine gute Anzahl an Steps. Selten braucht man mehr oder weniger Bilder.

Du möchtest Modelle/Gegenstände durch die Luft fliegen lassen?
Mit Nylonfäden funktioniert das sehr simpel, und man sieht es auch kaum. Ziehe Nylonfäden, die den "Weg” beschreiben, durch dein Set. Befestige dein Modell daran, und animiere es entlang dieser "Linie”. (Vorsicht: schwere Gegenstände brauchen einen Faden für die Führung und einen weiteren, um dein Objekt aufzuhängen. Dies dient einer stabileren Lage und verhindert, dass das Objekt herunterfällt!).

Mit Hilfe einer entsprechend großen Glasscheibe kann man Objekte sogar Kurven fliegen lassen. Du filmst dann dabei von oben oder unten durch die Glasscheibe hindurch. Ist die Glasscheibe gut fixiert, kannst du jede Bewegung in Einzelschritten vollziehen. Wenn du aber keine Möglichkeit hast, die Scheibe sicher zu befestigen, musst du jemanden um Hilfe bitten. Einen Freund zum Beispiel. Du filmst mit deiner Videokamera, diesmal in Echtzeit, während ein Freund die Glasscheibe mit dem Objekt darauf durch die Luft bewegt. So wie du die Bewegung geplant hast, muss dein Partner auch handeln, sonst wirkt es später vielleicht anders als geplant. Das muss aber nicht unbedingt schlechter sein.

Wie bekomme ich meine Figur in die richtige Position?
Um deine Figur sicher stehen zu lassen, kannst du Gewichte oder Magneten nutzen. So wird sie schwerer und steht sicher. Bei Magneten musst du natürlich für einen magnetischen Untergrund sorgen. Wenn du die Füße einer Figur ggf. auf Unterlegscheiben modellierst, dann kannst du deine Figur auch immer festschrauben. Die Schrauben und die nicht mehr benötigten Schraublöcher musst du dann natürlich gut abdecken, damit man es nicht sieht.

Eine dritte Hand hilft dir sehr, etwas ohne großen Aufwand zu positionieren. Diese kannst du natürlich nur dort einsetzen, wo man sie in deinem Bildausschnitt nicht sieht. Das dürfte bei engen Einstellungen und Detailansichten kein großes Problem sein.

Kann ich meine Videoaufnahmen auch direkt kontrollieren?
Wenn du mit einer einfachen Videokamera oder einem Fotoapparat arbeitest und dennoch dein Bild sicher kontrollieren möchtest, kannst du das Bildsignal meistens mit einer einfachen Kabelverbindung direkt auf einem Fernseher wiedergeben. Da sieht man dann schon viel besser, was man eigentlich macht.

Wenn es ein alter Fernseher ist, kannst du auch mit einem wasserlöslichen Stift die Konturen deiner Figur oder des Objektes auf dem Bildschirm nachzeichnen. Wenn du nun die nächste Bewegungsstufe animieren möchtest, kannst du kontrollieren wo deine Figur im Bild davor war. So vermeidest du zu große Steps.

Wie animiere ich verschiedene Ebenen?
Um deinen Zeichentrickfilm mehr Tiefe zu verleihen, kannst du Glasscheiben in mehreren Etagen anlegen und so die Ebenen einzeln animieren. Das funktioniert natürlich nur dann, wenn du mit Folien arbeitest. Jede Ebene deines Films ist auf eine eigene Folie gezeichnet. Also der Hintergrund, die Hauptfigur, der Vordergrund sind jeweils einzeln und können entsprechend ausgetauscht oder animiert werden. Je mehr Ebenen du hast, desto mehr Tiefe und Bewegung erreichst du. Du kannst natürlich auch verschiedene Folien auf einer Ebene positionieren und tauschst so nur die sich verändernden Bildanteile aus. Das spart beim Zeichnen viel Zeit und Arbeit. Am Ende ergibt es ein schönes Gesamtbild.

Soll sich bei deinem Zeichentrickfilm der Hintergrund zum Beispiel von rechts nach links bewegen, um zu simulieren, dass sich deine Figur nach rechts bewegt, lege deine Figur als Cut-Off Figur oder Folie auf die vordere Ebene und bewege sie nur leicht auf und ab. Die Hintergrundebene zeichnest du viel breiter als den Bildausschnitt der Kamera. Jetzt kannst du den Hintergrund einfach Stück für Stück von rechts nach links durch den Bildausschnitt ziehen, und schon bewegt sich deine Figur scheinbar vorwärts, ohne dass sie irgendwann aus dem Bild verschwindet. Es ist sinnvoll, deinen Hintergrund so zu gestalten, dass du ihn nahtlos wieder von vorne beginnen lassen kannst.

Animation mit Ebenen

Schaubild Ebenen 1

Schaubild Ebenen 2

 

Welchen Vorteil hat ein Leuchttisch?
Wenn du Bilder im Zeichentrick schneller zeichnen möchtest, hilft es dir, das neue Bild mit dem vorherigen zu vergleichen. Da kann der Trick der Bleistiftanimation, die Übung 1, helfen. Lege die Bilder übereinander, und animiere sie auf diesem Wege. So kannst du sehen, ob die Bewegung flüssig ist. Wer zu Hause einen Leuchttisch oder Diakasten hat, kann damit die vorherigen Bilder durchpausen. Das ist eine einfache und gute Methode.

 

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