GeradeRaus 2008 Bundesverband Jugend und Film e.V. Junge Filmszene im BJF
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Urheberrecht im Film

Urheberrecht im Film

Vorwort

Durch die digitale Technik und das Internet kann heute im Grunde jeder Bilder, Texte, Grafiken oder Filme in vergleichsweise hoher Qualität veröffentlichen. Dadurch ist das Thema Urheberrecht in den letzten Jahren zu Recht stärker in den Blickpunkt gerückt. Das fehlende Bewusstsein in allen Bevölkerungsschichten hat einer Flut an Urheberrechtsverletzungen Vorschub geleistet und für einen Wildwuchs vor allem im Internet gesorgt, dem kaum Einhalt geboten werden kann. In der medienpädagogischen Praxis wie im Bereich von Medien- und Filmausbildung haben die meisten jungen Menschen in der Regel wenigstens eine Ahnung, dass Musik und andere schöpferische Werke einen Schutz genießen. Fundierte Kenntnisse sind – wen wundert es – aber selten vorhanden. Oft wird die ungefragte Verwendung von Fremdmaterial im eigenen Filmprojekt eher als harmloser Kavaliersdelikt angesehen, der schlimmstenfalls ein mulmiges Gefühl im Bauch hinterlässt. Man verdient ja kein Geld damit.

Da ein Filmprojekt in der Regel das Ziel hat, einem Publikum – wie klein es auch immer sein mag – vorgeführt zu werden, stellen sich Fragen des Urheberrechts immer, denn selbst die Premiere in der Schulklasse sieht das Urheberrecht als öffentliche Vorführung an, bei der die einschlägigen Bestimmungen zu beachten sind. Und umgekehrt würde sich vermutlich jede Schulklasse ärgern, wenn ihr Film ungefragt herum gereicht oder gar verändert würde. Spätestens dann sollte deutlich werden, dass der Schutz am eigenen wie am fremden Werk Sinn macht und auch etwas mit Achtung und Respekt zu tun hat.

Viele Jugendfilmproduktionen werden heute auf zahlreichen Nachwuchsfilmfestivals präsentiert, im Internet und auf DVD veröffentlicht und ab und zu sogar im Fernsehen ausgestrahlt. Spätestens hier wird aus dem scheinbaren Kavaliersdelikt ein ernstes Problem, denn die nachträgliche Klärung von Rechten, kann sehr kompliziert, aufwändig, teuer und manchmal auch unmöglich sein. Und da es inzwischen zahllose Möglichkeiten gibt, bspw. eigene Musik herzustellen oder kostenlos zu beziehen, spricht alles dafür, sich der Rechteproblematik gar nicht erst auszusetzen. Dazu beitragen soll diese kleine Einführung in den Umgang mit Urheberrechten, die größtenteils der Homepage www.irights.info entnommen ist, die viele weitere Texte und Praxisbeispiele enthält. Dazu ist bei der Bundeszentrale für politische Bildung das Buch "Urheberrecht im Alltag" erschienen, das gegen eine kleine Schutzgebühr bezogen werden kann.

Urheberrecht im Film

Ob Spielfilm oder Dokumentarfilm – Urheberrechtsregelungen gibt es auch hier. Egal ob man im Spielfilm im Hintergrund den Fernseher laufen sieht oder in einem Dokumentarfilm fremdes Filmmaterial kommentieren will, eine Grund legende Kenntnis urheberrechtlicher Verfahrensweisen ist notwendig. Schon allein um die eigenen Rechte zu schützen.

 

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